Lesung, Erzählung und Gespäche mit Nasrin Siege: „Vor mir die Reise“
- Tuesday 10 February 2026
- 7:00 pm - 9:00 pm
- Namibia Scientific Society, 110 Robert Mugave Ave., Windhoek, Namibia
Die Namibia Scientific Society und die Deutsche Botschaft Windhoek laden zu einer Lesung mit Nasrin Siege ein.
Nasrin Sieges Autobiografie Vor mir die Reise ist eine literarische Reise in eine Kindheit im Iran, das Aufwachsen im Deutschland der Sechziger- und Siebzigerjahre und das Leben als Erwachsene in Deutschland und in Afrika. Ausgelöst durch die landesweiten Proteste im Iran, tauchen in Nasrin Siege die Bilder der Erinnerung an das Persien ihrer Kindheit auf, das sie 1959 mit ihrer Familie verließ. Wir erleben mit ihr die Sechzigerjahre der Bundesrepublik, in der sie als dunkelhäutiges Kind auffällt. Sie erzählt von Rassismus, von Freundschaft, vom Leben zwischen den Welten, das schließlich zu ihrem Auszug aus dem Elternhaus und sie später nach Afrika führt. Mit ihren »Wanderungen« in andere Länder, mit dem Aufbau diverser Hilfsprojekte und mit ihren Büchern entstehen Brücken, die ihr das Zuhause geben, wonach sie suchte.
Nasrin Siege, 1950 in Teheran/Iran geboren, studierte in Kiel Psychologie und Pädagogik. Nach dem Studium arbeitete sie in ei-ner Klinik für Psychotherapie in Stuttgart und in einer Suchtklinik bei Frankfurt. Nasrin Siege hat zwei Kinder. Von 1983 bis 2016 lebte sie in mehreren afrikanischen Ländern. In Tansania entstan-den Geschichten und Gedichte, in Sambia ein erstes Kinderbuch, dem weitere Kinder- und Jugendbücher folgten. 1996 gründete sie den Verein »Hilfe für Afrika e. V.«, der bis heute Hilfsprojekte in Afrika unterstützt. Sie erhielt den Kinderbuchpreis der Stadt Berlin (1993) sowie den Two Wings Award (2006) für ihr soziales Enga-gement und ihre Verdienste um das Sammeln afrikanischer Mär-chen. 2022 wurde Siege für ihr ehrenamtliches Engagement in Af-rika mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.
Stimmen zu »Vor mir die Reise« von Nasrin Siege
»Der Bericht eines Lebens auf Augenhöhe mit Menschen mit anderem Aussehen, Herkunft, Glauben, Sitten und Traditionen, der nicht nur die Gleichheit aller akzeptiert, sondern auch die ihrer Wünsche, Sehnsüchte, Liebe, Sorgen und Leiden.«
Ruth Weiss, Schriftstellerin, Wirtschaftsjournalistin und Ehrenpräsidentin des PEN-Zentrums deutschsprachiger Autoren im Ausland
»Die Ermordung Jina Mahsa Aminis und die ›Frau Leben Freiheit‹-Revolution wirft Nasrin Siege auf Erinnerungen ihrer Kindheit im Iran zurück. Die Sehnsucht nach einem freien Iran begleitet die Autorin auf ihren weiteren Lebensstationen von Deutschland, nach Tansania, Äthiopien, Sambia und Madagaskar. Das Buch spart schmerzhafte biografische Brüche ebenso wenig aus, wie Erfahrungen von Sexismus und Rassismus. Nasrin Siege hat uns eine gleichzeitig zutiefst persönliche wie politische Biografie geschenkt.«
Dr. Nargess Eskandari-Grünberg, Bürgermeisterin Frankfurt a. M.
»Eine Autobiografie, die gleichzeitig eine Gegenwartsbeschreibung und eine Aufforderung zum Engagement für die Zukunft ist.«
Barbara Bingel, Vorsitzende Horst Bingel-Stiftung für Literatur e. V.
»Es ist ein Geschenk, ihre Schilderungen vom Leben einfacher Menschen in verschiedenen Ländern Afrikas jenseits von kolonialen Klischees zu lesen, ja zu erleben – denn sie nimmt uns mit im Aufbau vertrauensvoller Beziehungen, die über Grenzen und Zeiten Bestand haben.«
Dr. Lutz van Dijk, Schriftsteller in Amsterdam und Kapstadt
»Mit der Geschichte ihres eigenen Lebens schafft Nasrin Hoffnung. Sie vermittelt die Botschaft: Ich habe es geschafft – also könnt ihr es auch!«
Tuba Saberi, Vorsitzende des Vereins Lies mit mir e.V.
»Dabei erkennen wir, dass das Fremde nicht so fremd ist, wie wir vielleicht gedacht haben, dass das Leben miteinander, egal aus welcher Kultur man stammt, Vergnügen und Freude macht.«
Nahid Ensafpour, Iranisch-deutsche Autorin, Lyrikerin und Übersetzerin
»Nasrin Siege zeigt, wie wichtig echtes Interesse an anderen Menschen ist, denn nur so entstehen Verständnis, Respekt und Zusammenhalt in unserer Gesellschaft.«
Claudia Landmann und Susanne Rosenfeld, Gründerinnen chancenreich e. V.
»Nasrin Siege vermittelt eine kraftvolle Botschaft: Heimat ist nicht der Ort unserer Geburt, sondern dort, wo wir angenommen und verstanden werden.«
Antje Stehn, Lyrikerin, freischaffende Künstlerin
Bitte beachten: Die während der Vorträge, Veranstaltungen und Filmvorführungen geäußerten Ansichten stellen nicht unbedingt die Meinung der Namibia Scientific Society dar.

