Von deutschen Veteranen & südafrikanischen Soldaten

von Wolfgang Reith

Price

$325.00 NADincl VAT

Availability

In stock

Quantity

Militärische Notizen aus einem Dreiviertel Jahrhundert Südwestafrika 1915–1990

von Wolfgang Reith

74 S. • ISBN 978-99916-895-7-9 • 148 x 210 mm • Brevi Manu

Seit Ende des 19. Jahrhunderts bildeden sich in Deutsch-Südwestafrika erste sogenannte Krieger-Vereine, die von ehemaligen Angehörigen der Schutztruppe grgründet worden waren, welche nach der Entlassung aus dem Militärdienst im Lande blieben. Der Erste Weltkrieg unterbrach jedoch das Vereinsleben, stand das Land infolge der Kapitulation der Schutztruppe 1915 doch nun unter südafrikanischer Administration. Nach dem Krieg wurden viele Deutsche ausgewiesen, andere ließen sich freiwillig repatriieren, aber schon 1921/22 durften etliche von ihnen zurückkehren, und damit begannen sich die SWA-Deutschen neu zu organisieren. Ende der 1920er Jahre nahmen auch die früheren Krieger-Vereine wieder ihre Arbeit auf. Mit Beginn des Zweiten Weltkrieges 1939 kam das deutsche Vereinsleben dann erneut zum Erliegen, und erst 1953 wagte man einen Neuanfang. Die nachfolgende Entwicklung war erfolgreich, zumal die Alten Kamaraden SWA, wie sich die Veteranen der Deutschen Schutztruppe nun nannten, das Wohlwollen der südafrikanischen Administration genossen. Dieser Zeitraum endete mit dem Tod der beiden letzten ehemaligen Schutztruppler (1990/91), was zufällig mit der Unabhängigkeit des Stattes Namibia zusammenfiel. Gleichwohl wurde die Tradition seither von verschiedenen Organisationen im Lande forgeführt. Die Geschichte dieser fast ein Jahrhundert lang währenden Epoche beschreibt der erste Teil des Buches.

Während auf der einen Seite nach dem Ersten Weltkrieg das Veteranenwesen ehemaliger Schutztruppen-Angehöhrigen wieder aufkeimte, etablierte die Mandatsmacht Südafrika ihre eigene Verteidigungsmacht, eine kleinere paramilitärische Polizeitruppe, die nach innen und außen die Sicherheit gewährleisten sollte. Gleichwohl hielten deren Soldaten und Offiziere enge Kontakte zu den Alten Kamaraden der Deutschen, vor allem wenn man gemeinsam an militärischen Gedenkfeierlichkeiten teilnahm. Das änderte sich mit Beginn des Zweiten Weltkrieges, als auch Südwester Bürder in den Streitkräften (Union Defence Force) dienten, denn ab 1939 bildete Südwestafrika einen eigenen Wehrbereich, der in die Verteidigungsstruktur Südafrikas eingebunden war. Nach 1945 wurde die militärische Präsenz allmählich erhöht, und mit dem Beginn der Buschkrieges in den 1960er Jahren verlagerte sich das Haupteinsatzgebiet der südafrikanischen Streitkräfte wegen der Infiltration von Terroristen aus Angola nach Südwestafrika. Weil die Geschichte der militärischen Präsenz Südafrikas in Düdwestafrika bisher noch nirgends umfassend dargestellt wurde, schließt der zweite Teil dieses Buches somit eine Lücke.