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Die Oberhäuptlinge des Hererovolkes

Von den Anfängen bis zum ungelösten Streit der Gegenwart

von Wolfgang Reith

120 p. • 2017 • ISBN 978-99916-895-1-7 • 148 x 210 mm • Brevi Manu

Mit dem Krieg des Jahres 1904, der durch einen vom damaligen Oberhäuptling Samuel Maharero initiierten Aufstand gegen die deutsche Kolonialherrschaft ausgelöst worden war, gerieten die Herero erstmals in den Blickpunkt der Weltöffentlichkeit. Danach dauerte es mehr als ein Jahrzehnt, ehe eine neue Führungsschicht entstand, denn die alte Elite des Volkes war zum großen Teil ins benachbarte britische Betschuanaland geflohen und hatte sich dort niedergelassen. Nach dem Ersten Weltkrieg wechselten die Herrschaftsverhältnisse, die Südafrikanische Union war neue Mandatsmacht, und die Herero versuchten sich mit dieser, so gut es ging, zu arrangieren. 1923 durfte der Leichnam des im Exil verstorbenen Oberhäuptlings mit Genehmigung der südafrikanischen Administration in der Familiengrabstätte der alten „Herero-Hauptstadt“ Okahandja beigesetzt werden; eine Wiedereinreise zu seinen Lebzeiten war ihm verwehrt worden. Das Begräbnis spiegelte noch einmal den Glanz alter Tage wider, als das Volk sich mit Hilfe der Deutschen zur dominierenden ethnischen Gruppierung im Land entwickelt hatte, bevor es den weißen Verbündeten dann doch den Krieg erklärte. Nachdem neue Häuptlingsstrukturen aufgebaut worden waren, schien ein halbes Jahrhundert lang Ruhe zu herrschen, ehe wieder Unstimmigkeiten auftraten, diesmal jedoch zwischen dem einst regierenden „Königshaus“ Tjamuaha/Maharero und den mit Unterstützung Südafrikas installierten Häuptlingen. Dieser Streit setzte sich auch nach der Unabhängigkeit Namibias fort und dauert bis heute an.

Der Autor pflegte über vier Jahrzehnte hinweg zahlreiche freundschaftliche Kontakte zu Herero-Führern, nahm als Gast an rituellen Feierlichkeiten teil und lernte so weitgehend die „Seele“ dieses für viele Außenstehende immer noch mystisch verklärten Volkes kennen. Das Buch soll daher einen Beitrag leisten zum besseren Verständnis der Sitten und Gebräuche, aber auch der komplexen Herrschaftsstrukturen dieser nach wie vor stolzen Nation Namibias.

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