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Hauptmann Kurt Streitwolf

Neues koloniales Denken in Deutsch-Südwestafrika 1899-1914

von Hans Hilpisch

240 Seiten • s/w Fotos • 2020 • ISBN 978-99945-76-52-4 • 148 x 210 mm • Namibia Wissenschaftliche Gesellschaft/Kuiseb Verlag

„Neues koloniales Denken“ – das interessierte den Autoren Hans Hilpisch, als er die Lebensgeschichte des Kolonialoffiziers Kurt Streitwolf in Deutsch-Südwestafrika studierte. Streitwolf stand von 1899 bis 1914 im Dienst der Schutztruppe für Deutsch-Südwestafrika, zunächst als Distriktschef von Okahandja und Gobabis und später als erster deutscher Amtsträger im Caprivizipfel (heute Zambesi Region). Ihn interessierte das Verhältnis zwischen der deutschen Kolonialverwaltung und den verschiedenen Stämmen der Einheimischen und machte es sich im Caprivi zur Aufgabe, für die ansässige Bevölkerung eine Verwaltung auf afrikanischer anstatt auf einer europäischen Ordnung aufzubauen. Sie erwies sich als so effektiv, dass sie bis in die Neuzeit allen politischen Veränderungen standhielt. Seine große Erfahrung und sein echtes Interesse an der Sache prädestinierten ihn schließlich für seinen Einsatz als Referent für „Eingeborenenangelegenheiten“ in Windhuk. Auch hier setzte er den Schwerpunkt seiner Arbeit darin, die Einheimischen nicht als rechtlose Untertanen, sondern als Partner wahrzunehmen – im Gegensatz zu der Mehrzahl der Offiziere, die zu der Zeit infolge der Herero- und Namakriege in die Kolonie gekommen waren und wenig Interesse an den Einheimischen und ihren Erfahrungen, Kenntnissen und Bedürfnissen hatten. Dr. Maria Fisch, Ärztin in Namibia und Historikerin, charakterisierte ihn als einen der „fähigsten deutschen Offiziere im damaligen Deutsch-Südwestafrika“, und der südafrikanische Historiker E. L. P. Stals als einen Mann, „der sich auf die Seite der Zukunft dieses Landes“ gestellt hatte.

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