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Hans Hilpisch

Hans Hilpisch, geboren 1949, schloss sein Abitur an einem altsprachlichen-humanistischem Gymnasium ab. Anschließend trat er in die Bundeswehr ein. Als ehemaliger Flugzeugführer und Berufsoffizier der Luftwaffe fand er als solcher auch Verwendung in nationalen und internationalen Stäben.
Zu seinen Interessen gehören die deutsche Kolonialpolitik insgesamt und die Geschichte des ehemaligen Schutzgebietes Deutsch-Südwestafrika im Besonderen.
Der Autor ist verheiratet und lebt in Alflen.

Bücher

Berthold Deimling

von Hans Hilpisch und Hans-Joachim Liedtke

260 Seiten •  2022 • ISBN 978-99945-76-81-4 • 148 x 210 mm • Namibia Scientific Society/Kuiseb Publishers

Sowohl während der Gefechte am Waterberg am 11. August 1904 als auch bei den Großen Karasbergen zu Beginn des Jahres 1905 legte der deutsche Kolonialoffizier Oberst Deimling immer wieder ein Verhalten an den Tag, das mit dem klaren militärischen Prinzip von Befehl und Gehorsam nicht zu vereinbaren war. Detailliert wird geschildert, wie er von Ungehorsam bis zur glatten Befehlsverweigerung alles tat, um seine eigenen Vorstellungen von Kriegführung durchzusetzen.
Warum es trotz dieses Verhaltens für ihn letztlich Lorbeer anstelle von Gitterstäben gab, wird in dieser Arbeit der beiden ehemaligen Berufsoffiziere der Bundeswehr, Hans Hilpisch und Hans-Joachim Liedtke, akribisch untersucht. Dabei wird letztlich deutlich, dass Deimlings Verhalten auch ein Beispiel für die Gratwanderungen darstellt, die sowohl Vorgesetzten als auch Untergebenen im Krieg oft genug damals wie heute abverlangt werden.
Schließlich stellen die Autoren auch ausführlich die Bewaffnung und Ausrüstung der Schutztruppe und – soweit vorhanden – der Herero und Nama vor. Auch die Probleme einer schnell aus allen Teilen des Reiches zusammengewürfelten Truppe, die zunächst weder Korpsgeist besaß noch ein hinreichendes Vertrauensverhältnis zwischen Vorgesetzten und Untergebenen entwickeln konnte, werden fachkundig beleuchtet.

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Die Woermann-Linie als Lebensader Deutsch-Südwestafrikas
Darstellung einer schicksalhaften Beziehung

von Hans Hilpisch

280 S. • 2021 • 978-99945-76-76-0 • 148 x 210 mm • Namibia Wissenschaftliche Gesellschaft/Kuiseb Verlag

Die ausreichende Versorgung einer noch vollkommen unterentwickelten Kolonie wie Deutsch-Südwestafrika aus dem Mutterland war ein besonders schwieriges Unternehmen, dessen Gelingen von vielen Faktoren abhing. Nicht nur, dass in Frieden und Krieg genügend Schiffsraum für die Transporte von Mensch, Tier und Material in die Kolonie bereitgestellt werden musste, entscheidend waren auch die Umschlagskapazitäten der Häfen sowie der rasche und sichere Transport ins Landesinnere. Diese beiden Teilbereiche im Gesamtsystem Logistik waren besonders während der Kolonialkriege mit den Herero und den Nama äußerst angespannt und verlangten neben innovativen Ideen die volle Leistungsbereitschaft aller Mitarbeiter auf See und an Land. 
In diesem Buch wird geschildert, welche Maßnahmen zur Lösung der Pro­bleme angewandt wurden. Dabei wird besonders die Woermann-Linie als maßgebliches Transportunternehmen für die Kolonie näher vorgestellt. Schließlich sollen auch die Kriegsgewinnler-Vorwürfe untersucht werden, die der Linie damals gemacht wurden, sowie die Anschuldigungen aus unseren Tagen, sie hätte ihre eingeborenen Arbeiter erbarmungslos behandelt und damit zum Völkermord beigetragen.

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„Wo sind die Herero geblieben?“
Neue Erkenntnisse und Theorien zum Rückzug der Herero in die Omaheke 1904/1905
überarbeitete und erweitere Auflage

von Hans Hilpisch

128 S. • viele s/w Fotos • 2021 • ISBN überarbeitete und ergänzte Auflage • 148 x 210 mm

Was veranlasste den deutschen Oberbefehlshaber von Trotha, nach den Gefechten gegen die Herero am Waterberg 1904 und während der erfolglosen Operation in der Omaheke, in sein Tagebuch zu schreiben: „Wo sind die Herero geblieben?“ War die Omaheke wirklich so wasserlos, wie einige Historiker sie beschreiben?
In dieser zweiten, überarbeiteten und ergänzten Auflage gibt der Verfasser einen Einblick in die moderne geologische und hydrologische Forschung in der Omaheke. Gleichzeitig stellt er die äußerst interessanten Ergebnisse neuerer archäologischer Untersuchungen in der nördlichen Omaheke vor; er bezieht sich dabei auch auf den Bericht von Kai-Uwe Denker, der dort jahrzehntelang gelebt und gearbeitet hat.

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Ludwig von Estorff
Preußisch – eigenwillig – geachtet

von Hans Hilpisch

416 S. • 2019 • 979-99945-76-65-4 • 148 x 210 mm

Selten hat ein Offizier einer Kolonie einen derart prägenden Stempel aufgedrückt wie Ludwig von Estorff dem deutschen Schutzgebiet in Südwestafrika. Geformt durch seine preußische Erziehung in Elternhaus und Kadettenkorps sowie seinen tiefen christlichen Glauben verstand er es in kurzer Zeit, die Achtung und das Vertrauen der Eingeborenen wie der Weißen, seiner Untergebenen wie der Vorgesetzten bis hin zum Kaiser zu erwerben. Er bewährte sich in Krieg und Frieden, sein Aufstieg bis zum Kommandeur der Schutztruppe zeigt aber immer wieder auch Beispiele unangepassten und eigenwilligen Verhaltens, um im Sinne der Sache wie zum Nutzen der Menschen in der Kolonie wirken zu können.
In dieser Arbeit wird auch die Frage diskutiert, ob von Estorffs christliche Einstellung sowie sein Verständnis von Soldatentum den oft behaupteten Völkermord in der Kolonie überhaupt zugelassen hätten. Seine hier im Detail dargestellten Überzeugungen und Handlungsweisen geben dazu ein aufschlussreiches Zeugnis.

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Die Kolonialkriege in Deutsch-Südwestafrika
Daten, Fakten und eine kritische Auseinandersetzung mit den wider­sprüchlichen Forschungsergebnissen der letzten Jahrzehnte

von Hans Hilpisch

104 S. • 2019 • ISBN 978-99945-76-58-6 • 148 x 210 mm

Die Diskussion um die Kolonialkriege gegen die Herero und Nama im ehemaligen Deutsch-Südwestafrika hat vielfach Eigenschaften und Ausmaße angenommen, die nicht nur bei geschichtlich interessierten Menschen zu Fragen und Irritationen führen. „Progressive“ Historiker unterstellen der deutschen Schutztruppe und der Kolonialregierung pauschal Völkermord und treiben die Zahl der Opfer ständig weiter in nicht mehr nachvollziehbare Höhen. Darüber hinaus wird unterstellt, die damaligen Gefangenenlager seien eine Vorstufe zu den späteren Vernichtungslagern der Nationalsozialisten gewesen und daher mit diesen vergleichbar.
Diese einseitigen und oft ideologisch eingefärbten Darstellungen leben vielfach von reinen Behauptungen. Objektive Tatsachen werden verfälscht und nachvollziehbare Quellen bleiben unberücksichtigt. Die vorliegende Arbeit soll ein Beitrag sein, um zu einer vorurteilsfreien Darstellung der damaligen Ereignisse zurückzukehren. Dabei werden die sachlich belegten Forschungsergebnisse der letzten Jahrzehnte zusammenfassend dargestellt sowie die Beobachtungen der Zeit- und Augenzeugen umfassend berücksichtigt.

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Hauptmann Kurt Streitwolf
Neues koloniales Denken in Deutsch-Südwestafrika 1899-1914

von Hans Hilpisch

240 Seiten • s/w Fotos • 2020 • ISBN 978-99945-76-52-4 • 148 x 210 mm

„Neues koloniales Denken“ – das interessierte den Autoren Hans Hilpisch, als er die Lebensgeschichte des Kolonialoffiziers Kurt Streitwolf in Deutsch-Südwestafrika studierte. Streitwolf stand von 1899 bis 1914 im Dienst der Schutztruppe für Deutsch-Südwestafrika, zunächst als Distriktschef von Okahandja und Gobabis und später als erster deutscher Amtsträger im Caprivizipfel (heute Zambesi Region). Ihn interessierte das Verhältnis zwischen der deutschen Kolonialverwaltung und den verschiedenen Stämmen der Einheimischen und machte es sich im Caprivi zur Aufgabe, für die ansässige Bevölkerung eine Verwaltung auf afrikanischer anstatt auf einer europäischen Ordnung aufzubauen. Sie erwies sich als so effektiv, dass sie bis in die Neuzeit allen politischen Veränderungen standhielt. Seine große Erfahrung und sein echtes Interesse an der Sache prädestinierten ihn schließlich für seinen Einsatz als Referent für „Eingeborenenangelegenheiten“ in Windhuk. Auch hier setzte er den Schwerpunkt seiner Arbeit darin, die Einheimischen nicht als rechtlose Untertanen, sondern als Partner wahrzunehmen – im Gegensatz zu der Mehrzahl der Offiziere, die zu der Zeit infolge der Herero- und Namakriege in die Kolonie gekommen waren und wenig Interesse an den Einheimischen und ihren Erfahrungen, Kenntnissen und Bedürfnissen hatten. Dr. Maria Fisch, Ärztin in Namibia und Historikerin, charakterisierte ihn als einen der „fähigsten deutschen Offiziere im damaligen Deutsch-Südwestafrika“, und der südafrikanische Historiker E. L. P. Stals als einen Mann, „der sich auf die Seite der Zukunft dieses Landes“ gestellt hatte.

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